Parodontologie (Parodontitis)

Parodontologie (Parodontitis)

Parodontitis ist eine Entzündung des Zahnhalteapparates. Die Folge ist Abbau der Knochensubstanz, was zu Zahnlockerung und schließlich zu Zahnverlust führen kann.

Durch den alle zwei Jahre durchführbaren PSI-Test in der Praxis, werden die ersten Anzeichen einer eventuellen Erkrankung erkannt und therapiert. Rechtzeitiges Diagnostizieren einer Parodontitis ermöglicht gute Heilungschancen.

Eine Parodontitis birgt zudem ein erhöhtes Risiko für Allgemeinerkrankungen.

Folgeerkrankungen durch Streuung von Parodontitisbakterien in den Blutkreislauf können sein:

Diabetes2 – 11-fach erhöhtes Risiko
Schwangerschaftskomplikationen (z.B. Frühgeburten)4 – 8-fach erhöhtes Risiko
Osteoporose2 – 4-fach erhöhtes Risiko
Chron. Atemwegserkrankungen2 – 4-fach erhöhtes Risiko
Schlaganfall2-fach erhöhtes Risiko
Herzkreislauferkrankungen2-fach erhöhtes Risiko

Ablauf einer Parodontitisbehandlung

Nach einer professionellen Zahnreinigung wird am Folgetermin der Gesamtzustand des Gebisses beurteilt. Dazu gehört die Messung der Zahnfleischtaschen, eventuelle Zahnlockerungen, Zahnfleischrückgang und Knochenabbau.

An einem weiteren Termin werden die Zähne und Wurzeloberflächen unter lokaler Betäubung von harten und weichen Belägen unterhalb des Zahnfleischrandes befreit. Dies geschieht mittels Ultraschall und bestimmter Instrumente. Anschließend werden die Zahnfleischtaschen gespült.

In einem engmaschigen Recall wird der Heilungserfolg überprüft.

Zahnerhalt durch Füllungstherapie und Endodontie (Wurzelkanalbehandlung)
Muss eine Karies behandelt werden, stehen verschiedene Materialien zur Verfügung, mit denen das „Loch im Zahn“ wieder verschlossen wird.

Wir sind eine Amalgam-freie Praxis und haben verschiedene Alternativen, je nach Befund anzubieten.

> Kunststofffüllungen

> Zementfüllungen

> Laborgefertigte Gold- und Keramikinlays

> Laborgefertigte Gold- und Keramikteilkronen

Ist der Zahnnerv bereits durch Bakterien infiziert und entzündet, muss eine Wurzelkanalbehandlung durchgeführt werden. Die Bakterien werden entfernt, der aufbereitete Wurzelkanal desinfizierend gespült und anschließend mit einem Füllmaterial dicht verschlossen. Abschließend wird der Zahn zur Stabilität mit z. B. einer Krone versorgt.